Der Dampf

Der Dampf (bzw. Nebel) entsteht bei relativ niedrigen Temperaturen um die 150°C, daher findet, bei sachgerechter Benutzung der Dampfe, so gut wie keine Veränderung der Inhaltsstoffe des Liquids beim Dampfen statt. Stoffe wie Formaldehyd, Acetaldehyd oder Acrolein entstehen in relevanten Mengen erst, wenn die Heizwendel überhitzt, was nur geschieht, wenn sie mit zu hoher Leistung betrieben wird, oder nicht genug Liquid zur Wendel gelangt.
Dieser Vorgang wird gemeinhin als “Kokeln” bezeichnet und äußert sich durch einen sehr unangenehmen Geschmack sowie ein stark kratzendes bis schmerzhaftes Gefühl im Rachen. Ein Dampfer wird also unverzüglich aufhören, den Dampf weiter zu inhalieren, wenn er diese eindeutigen Zeichen wahrnimmt.

Bei ordentlich durchgeführten Studien, in denen der Dampf untersucht wurde, konnten keine bedenklichen Mengen von Aldehyden (wie z.B. Formaldehyd) oder anderen schädlichen Chemikalien gemessen werden.
Nun gibt es aber auch Studien, bei denen tatsächlich teilweise erhebliche Mengen von Formaldehyd im Dampf gemessen wurden. Allerdings geht aus diesen Studien eindeutig hervor, dass die E-Dampfen hierbei durchweg mit zu hohen Leistungen betrieben wurden und es somit zum bereits erwähnten Kokeln kam.
Eine der bekanntesten Studien, in der eine E-Dampfe mit zu hoher Leistung betrieben worden ist, ist die Studie “Hidden Formaldehyde in E-Cigarette Aerosols” von der Portland State University.
Bei überhitztem Verdampfer wurden in der Originalstudie enorm hohe Werte eines Formaldehydvorproduktes (Formaldehyd-Hemiacetal) gefunden. Allerdings zeigt dieselbe Studie, dass bei sachgerechtem Betrieb (als “Low Voltage” bezeichnet) weder Formaldehyd, noch ein Vorprodukt davon, gemessen werden konnte. Das wird durch andere Studien bestätigt.

Wir können also insgesamt davon ausgehen, dass im Dampf prinzipiell nur enthalten ist, was vorher auch im Liquid war. Und handelsübliche Liquids bestehen aus sehr wenigen, gut bekannten Substanzen. Zum einen haben wir den Geschmacksträger Propylenglykol, das Verneblungsmittel (pflanzliches) Glycerin, etwas Wasser und normale, als Lebensmittelzusatzstoffe zugelassene Aromen. In nikotinhaltigen Liquids ist natürlich zudem noch Nikotin enthalten.
Gucken wir uns doch mal die Inhaltsstoffe im einzelnen an.

Propylenglykol

Propylenglykol (oder 1,2-Propandiol), abgekürzt PG, ist ein unter der Nummer E1520 zugelassener Lebensmittelzusatzstoff. Es wird, aufgrund seiner hygroskopischen Eingenschaften, in Kosmetikprodukten wie Hautcremes, Zahnpasta und Mundwasser als Feuchthaltemittel eingesetzt. Zudem wird es in Kaugummis und Nahrungserkänzungsmitteln verwendet und dient bei Lebensmittelaromen als Trägerstoff.
Propylenglykol wird, aufgrund seiner Ungiftigkeit, auch als Kühlmittel in Kühlanlagen der Lebensmittelverarbeitung eingesetzt.
Es wird auch in vernebelter Form als Hauptbestandteil von Disco- bzw. Theaternebel seit den 70er Jahren verwendet.
Gesundheitliche Risiken sind nicht bekannt. Es gilt als unbedenklich für den Menschen, ist nicht hautreizend und hat nur sehr geringe augenreizende Eigenschaften. Lediglich vereinzelte allergische Reaktionen sind bekannt.

In Tierversuchen wurde vielfach die inhalative Wirkung getestet, auch hier erwies es sich als harmlos. Im Dezember 2016 entschied das Risikobewertungskomittee der ECHA, dass Propylenglykol nicht als Atemwegsreizend nach STOT SE 3, H335 (“Kann die Atemwege reizen.”) eingestuft wird.

Zitat der Entscheidung der ECHA: “Propane-1,2-diol is, among many other uses, commonly used to produce artificial smoke with generators in theatres, discotheques, emergency trainings or is used as a liquid for vaporisation in electronic cigarettes. The substance does currently not have an entry in Annex VI to CLP.

RAC did not agree to the proposal by Germany to classify the substance as respiratory irritant (STOT SE 3; H335).”

Fazit: Propylenglykol stellt keine ernste Gefahr für die Gesundheit dar.

Glycerin

Glycerin, oder auch Glycerol bzw. Propan-1,2,3-triol, ist der einfachste dreiwertige Alkohol. Es kommt in allen natürlichen Fetten und fetten Ölen vor. Als Lebensmittelzusatzstoff ist Glycerin unter der Nummer E 422 zugelassen. In Liquids wird ausschließlich pflanzliches Glycerin verwendet. Da dieses auf englisch “vegetable Glycerin” heißt, wird es gewöhnlich mit VG abgekürzt. Im Liquid übernimmt Glycerin hauptsächlich die Rolle des Verneblungsmittels.

Glycerin hat stark wasserbindende Eigenschaften und wird daher als Feuchthaltemittel in Datteln oder Kaugummis verwendet. Es gilt als ungiftig und harmlos bei oraler Aufnahme und ist wesentlicher Bestandteil von Theater- bzw. Disconebel.

Zwar kommt das BfR in einer Stellungnahme vom 3. August 2011 zum Thema Glycerin in Wasserpfeifentabak zu dem Schluss, Glycerindämpfe könnten zu einer “Veränderung des Zellepithels im Kehlkopf und zu Reizungen der Nasenschleimhäute” führen, liefert hierfür aber keine Quellen.
Tierversuche mit Glycerinnebel konnten hingegen keine gesundheitlichen Risiken aufzeigen. Auch sind keine ernsthaften Erkrankungen bekannt, die mit Theater- oder Disconebel in Zusammenhang gebracht werden konnten.

Fazit: Glycerin stellt keine ernste Gefahr für die Gesundheit dar.

Lebensmittelaromen

Eine generelle Aussage zu Lebensmittelaromen ist natürlich nicht ganz einfach, da es viele unterschiedliche Aromastoffe gibt. Allerdings ist ihre Unbedenklichkeit als Lebensmittelzusatzstoff, zumindest bei oraler Aufnahme, vor der Zulassung geprüft worden.

Nun kann man natürlich argumentieren, dass es einen Unterschied zwischen oraler und inhalativer Aufnahme gibt. Das ist prinzipiell richtig, ist nur für Aromen unerheblich. Nicht nur, dass wir im Alltag eh schon Aromastoffe inhalieren (z.B. durch Parfüme, Duftkerzen oder Lufterfrischer), sondern es auch kein schlüssiges Konzept gibt, nachdem Aromen eingeatmet bedeutend anders wirken sollten als gegessen oder getrunken. Sie werden von der Lunge aufgenommen und im Körper wie gewohnt verstoffwechselt.

Eine Schädigung der Lunge durch Aromen lässt sich daher nicht logisch begründen, zumal der Anteil von Aromen am Gesamtliquid selten über 15% liegt, meist weit darunter.

Eine andere Sache sind Allergien. Aromastoffe können, wie viele andere Stoffe auch, Allergien auslösen und das natürlich auch beim Dampfen. Zudem sollten bestehende Allergien berücksichtigt werden. Wer also gegen Erdbeeren allergisch ist, der darf natürlich auch keine Aromen dampfen, die aus Erdbeeren hergestellt wurden.
Aber das Thema Allergie ist kein exklusives Dampferthema, die Dampfe selbst löst keine Allergien aus, sondern immer bestimmte Stoffe. Somit ist es kein Risiko des Dampfens, eine Allergie zu entwickeln, denn das könnte auch beim nächsten Erdbeerjoghurt passieren.

Und Diacetyl? (Stichwort: Popcornlunge)

Diacetyl ist ein Aromastoff, der einen ausgeprägten Geschmack nach Butter besitzt. Es wird mit der Lungenerkrankung Bronchiolitis obliterans in Verbindung gebracht. Dieser Zusammenhang wurde hergestellt, weil in den USA vermehrt Arbeiter in Fabriken für Mikrowellenpopcorn an dieser Krankheit litten.
Ein eindeutiger wissenschaftlicher Nachweis für diese Verbindung gibt es jedoch nicht. Ins Bild passt auch nicht, dass Diacetyl in weit höherer Konzentration in Zigaretten vorkommt, Bronchiolitis obliterans jedoch nicht zu den typischen Raucherkrankheiten gehört. Die Konzentrationen des Aromastoffs in Liquids sind zudem deutlich geringer und eine tatsächliche Gefährdung daher relativ unwahrscheinlich.
Dennoch wurde Diacetyl schon vor Inkrafttreten der zweiten Änderung der Tabakerzeugnisverordnung von vielen Herstellern nicht mehr verwendet. Seit dem 17.05. 2017 ist Diacetyl als Inhaltsstoff für Liquids, die durch das TabakerzG reguliert werden, verboten, daher stellt sich die Frage nach einer Gefährdung durch diesen Stoff, zumindest für diese Fertigliquids, nicht mehr.

Fazit: Von Lebensmittelaromen, die gedampft werden, geht nach heutigem Wissensstand keine größere Gefahr aus, als von Aromen, die gegessen oder getrunken werden. Man kann also recht sicher annehmen, dass von Aromen in der Regel keine ernste Gefahr für die Gesundheit ausgeht.

Nikotin

Nikotin, oder auch Nicotin, kommt in vielen Nachtschattengewächsen wie Tomaten in sehr geringen Konzentrationen vor. Deutlich höher sind die Konzentrationen in der Tabakpflanze, woher den meisten Menschen dieses Alkaloid auch bekannt sein dürfte.
Nikotin wirkt, je nach Menge, entspannend bzw. belebend und verbessert die Konzentration sowie Feinmotorik. Die Auswirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem sind dem von Koffein etwa gleich und gesundheitlich recht unbedenklich.
Die Faktenlage ist sehr klein, was das Risiko für Schwangere durch Nikotin betrifft, klare Hinweise auf eine Schädigung ungeborenen Lebens fehlen aktuell. Aber aus Gründen der Vorsicht sollten werdende Mütter auf Nikotin verzichten.

Nikotin selbst ist nicht krebserregend und es steh auch aktuell nicht im Verdacht, krebserregend zu sein.
Es gibt allerdings den Verdacht, dass es möglicherweise bei einer bestehenden Krebserkrankung das Tumorwachstum begünstigt, weil es die Überlebensfähigkeit von Zellen erhöht und die Bildung neuer Blutgefäße anregt. Es könnte somit einer Chemotherapie entgegenwirken.
Daher sollten Menschen, die an Krebs erkrankt sind, Nikotin vermeiden.

Nikotin kann ab einer bestimmten Dosis giftig sein. Nach neusten Erkenntnissen liegt diese bei einem Erwachsenen Menschen etwa zwischen 500 bis 1000mg. Eine Vergiftung durch Dampfen ist jedoch ausgeschlossen, da man niemals gefährliche Konzentrationen erreichen kann. Eine leichte Überdosierung von Nikotin erkennt man recht schnell an Kopfschmerzen und Schwindel. Weil der Körper Nikotin extrem schnell abbaut, reicht in so einem Fall, das Dampfen so lange zu pausieren, bis die Symptome verschwunden sind.

Auch eine orale Vergiftung ist extrem unwahrscheinlich, da der Körper sehr schnell mit Erbrechen und Durchfall reagiert, sowie das Nikotin, wie bereits erwähnt, sehr schnell wieder abbaut.

Eine suchterzeugende Wirkung von reinem Nikotin (ohne Tabak) konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Es ist davon auszugehen, dass die suchterzeugende Wirkung, wenn überhaupt vorhanden, auf dem Niveau von Koffein liegt. Zum Beispiel zeigten Probanden, denen im Rahmen einer Studie über einen Zeitraum von sechs Monaten Nikotin verabreicht wurde, bei Beendigung der Studie, keine Anzeichen einer Abhängigkeit.
Weiterführende Informationen zum Thema Nikotin gibt es hier.

Fazit: Nikotin ist weder krebserregend, noch stellt sein Einfluss auf das Herz-Kreislaufsystem ein ernsthaftes gesundheitliches Risiko dar. Zudem ist reines Nikotin nicht oder nur sehr gering suchterzeugend. Von Nikotin geht also, zumindest bei gesunden Menschen, keine ernste Gefahr für die Gesundheit aus.

Schadstoffe

Auch beim Dampfen können unter ungünstigen Umständen Schadstoffe entstehen. Allerdings in sehr geringen und als unbedenklich geltenden Mengen.
Eine Untersuchung des griechischen Kardiologen Dr. Konstantinos Farsalinos zeigt, dass bei einem Durchschnittsverbrauch von täglich 5ml Liquid maximal 85µg Fomaldehyd entstehen. Um das einzuordnen, der Mensch atmet am Tag bereits selber etwa 150µg Formaldehyd aus.
Der Grenzwert des Umweltbundesamts, bis zu dem man von einer Unbedenklichkeit ausgeht, liegt bei 1500µg täglich.
Ähnliches gilt für zwei weitere wichtige Schadstoffe. Beim Konsum von 5ml Liquid entstehen etwa 50µg Acetaldehyd, bei einem Grenzwert von 1500µg in 24 Stunden, und 60µg Acrolein, bei einem Arbeitsplatzgrenzwert von 1000µg in 8 Stunden.

Bedeutsame Mengen entstehen lediglich bei sog. “Dry Puffs”, also wenn die Heizwendel überhitzt und das Liquid nicht mehr vernebelt, sondern verbrannt wird. Das bleibt allerdings nicht unbemerkt, da es sich durch einen extrem unangenehmen Geschmack und ein Kratzen im Hals sofort bemerkbar macht.

Metalle im Liquid

In einer Studie der amerikanischen Johns Hopkins University wurden sowohl in Liquids, als auch im Aerosol verschiedene Metalle gefunden. Diese sollen, laut der Wissenschaftler von der Universität, die Grenzwerte für Atemluft überschritten haben.
Prinzipiell ist nicht ganz falsch, nur verglichen die Wissenschaftlerr Atemluft mit dem ziehen an einer Dampfe. Allerdings Atmet ein Mensch ca. 15000 mal täglich, an einer Dampfe zieht er hingegen lediglich bis zu 600 mal über den Tag verteilt.

Einzig sinnvoll wäre also der Vergleich mit passenden Grenzwerten, wie dem Grenzwert der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) für inhalative Medikamente. An diese Grenzwerte reichen die gefundenen Mengen nich. annähernd heran.

Zur Verdeutlichung, wie gering die gefundenen Mengen waren, nur zwei Beispiele: Um den Grenzwert für Nickel zu überschreiten, müsste man am Tag über 15ml Liquid konsumieren, bei Blei wären es sogar über einen Liter.
Das zeigt, auch Metalle sind lediglich in kleinsten, unbedenklichen Spuren im Nebel enthalten und stellen daher, ebenso wie die Spuren von anderen Schadstoffen, kein ernsthaftes Risiko für die Gesundheit dar.

Fazit: Es können zwar beim Dampfen grundsätzlich schädliche Stoffe entstehen, diese jedoch nur in gesundheitlich unbedenklich kleinen Mengen.

Gesamtfazit

Für potentiell tödliche Erkrankungen wie Krebs oder COPD ist das Risiko, das vom Dampfen ausgeht, gleich Null. Giftige oder schädliche Stoffe wie Formaldehyd, Acetaldehyd oder Acrolein entstehen in bedeutsamen Mengen nur bei falscher Benutzung der E-Dampfe und äußern sich sofort in extrem unangenehmem Geschmack (“Kokeln” genannt), sodass der Dampfer diese sehr einfach vermeiden kann. Auch andere Verbrennungsprodukte, wie sie zum Beispiel bei der Tabakverbrennung entstehen, werden beim Dampfen erst gar nicht gebildet.

Propylenglykol sowie Glycerin sind harmlos und Nikotin ist per se nicht gesundheitsschädlich. Die Auswirkungen von Nikotin auf das Herz- Kreislaufsystem sind vernachlässigbar gering und eine auch nur annähernd toxische Dosierung von Nikotin ist beim Dampfen praktisch ausgeschlossen.

Allergien sind kein spezielles Risiko des Dampfens, sie sind ein allgemeines Risiko. Es besteht im gleichen Maße für Menschen, die zum Beispiel Joghurt oder Fruchtsalat essen. Das Dampfen an sich erhöht nicht das Risiko, eine Allergie zu entwickeln.

Die Gesundheitsrisiken des Dampfens sind rein hypothetischer Natur und beschränken sich fast ausschließlich auf die verwendeten Aromen. Ein schlüssiges Konzept, warum ansonsten harmlose Aromen in der Lunge eine ernste Gefahr darstellen sollen, gibt es jedoch bis heute nicht. Eine eventuelle Reizung der Atemwege ist zum einen kein ernsthaftes Gesundheitsrisiko, zum anderen wird sie vom Dampfer recht schnell bemerkt und er kann betreffende Aromen meiden.

Langzeitstudie findet keine Schäden

In einer Studie von Prof. Dr. Riccardo Polosa (Uni Catania / Italien) konnten nach dreieinhalb Jahren keinerlei gesundheitliche Schäden durch das Dampfen festgestellt werden.
Beobachtet wurden neun Dampfer, alle zuvor Nichtraucher, die man zudem mit 12 Nichtrauchern/Nichtdampfern verglich. Dabei wurden verschiedene Lungen- und Kreislaufwerte untersucht, sowie hochauflösende Computertomographien der Lunge gemacht.
Zwar war die Teilnehmerzahl der Studie relativ gering und der beobachtete Zeitraum noch nicht sehr lang, allerdings betonte Dr. Polosa, dass trotz dieser Einschränkungen entdeckt worden wäre, wenn Dampfen gravierende Schädigungen verursachen würde.
Diese Studie ist daher ein recht eindeutiger Hinweis darauf, dass durch Dampfen keine ernsthaften Gesundheitsschäden zu erwarten sind.

Zudem hatte eine Langzeitstudie von “Cancer Research UK” Anfang 2017 gezeigt, dass Dampfer genauso wenig kanzerogene und toxische Stoffe im Körper haben, wie Nutzer von Nikotinkaugummis und Pflastern. Die gemessenen Werte entsprechen denen von Nichtrauchern.
Und eine Studie des Quebec Heart and Lung Institute – Université Laval hat gezeigt, dass eine Stunde Dampfen (in diesem Fall ohne Aromen) weder bei gesunden Probanden, noch bei Asthmatikern die Lungenfunktion signifikant veränderte.

FAZIT: Man kann davon ausgehen, dass Dampfen nicht schädlich ist.

Ob es gesund ist, kommt darauf an, wie man den Begriff “gesund” definiert. Normalerweise wird etwas als gesund bezeichnet, wenn es die Gesundheit aktiv fördert. Da Dampfen ein Genussmittel ist, hat es diesen Anspruch jedoch nicht, ähnlich wie Schokolade, Wein oder Kaffee.
Man kann jedoch nach heutigem Wissensstand sagen, dass Dampfen kein Risikofaktor für eine ernsthafte Erkrankung ist.

Kurze Übersicht

Was wir ziemlich sicher wissen:

  • kein Bestandteil handelsüblicher Liquids (inkl. enthaltenem Nikotin) ist krebserregend
  • es entstehen bei normaler Benutzung keine bedenklichen Mengen gesundheitsschädlicher Stoffe
  • Propylenglykol gilt nicht als atemwegsreizend (siehe z.B. den Beschluss der ECHA [Propane-1,2-diol])
  • das im Dampf enthaltene Nikotin ist (zumindest für einen gesunden Menschen) nicht schädlich
  • es gibt keinen Beleg dafür, dass (reines) Nikotin abhängig macht
  • ernsthafte Erkrankungen durch Theater- bzw. Disconebel sind nicht bekannt
  • Dampfen erhöht nicht das Risiko, an einer potentiell tödlichen Krankheit (z.B. Krebs, COPD) zu erkranken
  • ernsthaften Erkrankungen durch Aromen, die für das Dampfen zugelassen sind, sind nicht bekannt

(Letzte Aktualisierung: 09.06.2018)