Historie

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Bereits im Jahr 1927 meldete Joseph Robinson ein Patent für einen „Electric Vaporizer“ an. Dieser war zwar für medizinische Anwendungen konzipiert, wies jedoch bereits erstaunliche Parallelen zu modernen E-Dampfen auf. Diesen „Vaporizer“ allerdings als einen direkten Vorgänger zu bezeichnen wäre sicherlich gewagt, er zeigt aber, dass die Grundidee des Dampfens eine recht alte ist.

Noch nicht der Startschuss, aber der erste Meilenstein war hingegen die Erfindung von Herbert A. Gilbert. Bereits im Jahr 1963 erfand der US-amerikaner eine sog. elektronische Zigarette, ähnlich heutiger Modelle mit Liquidtank und Batterie, und meldete sie zum Patent an.
Diese Idee konnte jedoch nie zu einem Produkt umgesetzt werden. Trotz einiger Ansätze, die aber oftmals nicht viel mit heutigen E-Dampfen gemein hatten, gab es bis zum 21. Jahrhundert keine ernsthafte Weiterentwicklung dieser bahnbrechenden Idee.

Erst im Jahr 2003 entwickelte der damals 52-jährige chinesische Pharmakologe Hon Lik eine moderne Version der sog. elektronischen Zigarette und konnte seinen damaligen Arbeitgeber „Golden Dragon Holdings“ für dieses neuartige Produkt begeistern. Nachdem sein Vater an Lungenkrebs gestorben war, so Hon Lik, suchte er nach einer Alternative zur herkömmlichen Zigarette.
Zwar verwendete diese erste Entwicklung noch ein piezoelektrisches Element, welches mithilfe von Ultraschallwellen das Liquid verdampfte, aber dennoch kann diese Erfindung als erste marktreife sog. elektrische Zigarette angesehen werden. Auch das Liquid basierte bereits auf Propylenglykol, in dem Nikotin gelöst war.

Bereits im Mai 2004 kam die sog. E-Zigarette in China auf den Markt und wurde als Hilfe für die Rauchentwöhnung beworben. Die „Golden Dragon Holdings“ benannte sich im Zuge dieser Markteinführung in „Ruyan“ um, was soviel wie „ähnlich wie das Rauchen“ bedeutete. Im Jahr 2005 begann schließlich der Export in weitere Länder.
Der erste „Cartomizer“, ein neuartiges Modell, in dem die Heizwendel in das Liquiddepot integriert war, entwickelten die zwei britischen Unternehmer Umer und Tariq Sheikh im Jahr 2006 und brachten es 2007 auf den Markt. Dieses System wurde schnell von den meisten anderen Herstellern übernommen.

Vom „Cartomizer“ ging es zum sog. „Clearomizer“, der zur Zeit die beste Form des Verdampfers darstellt und permanent weiterentwickelt wird.
Mit der eGo-T und der Joye 510 verhalf die Firma Joyetech 2008 der E-Dampfe zu größerer Popularität und begründete durch ihre anfängliche große Verbreitung de facto die Anschlussstandards des eGo-Gewindes und 510er-Anschlusses.
Mittlerweile sind das Spektrum und die Bauformen der E-Dampfe enorm vielfältig geworden, die Weiterentwicklung geht rasant voran.