Akkuträger

Als Akkuträger, auch „Mod“ genannt, wird zumeist die Einheit mit der Stromquelle bezeichnet. Das kann ein fest verbauter Akku sein, der in den meisten Fällen mittels USB-Port aufgeladen wird. Das kann aber auch ein wechselbarer Akku sein.
Zudem befindet sich im Akkuträger auch die Elektronik, sofern es sich nicht um einen ungeregelten Akkuträger handelt (siehe: Abbildung unten).

Unabhängig von der Bauform gibt es drei grundlegende Arten von Akkuträgern:

Geregelter Akkuträger

Halbgeregelter Akkuträger

Ungeregelter (mechanischer) Akkuträger

Hier gibt es eine Steuerelektronik, die, in der Regel, nicht nur den Widerstand der Coil misst und anzeigt, sondern auch die auszugebende Leistung oder Spannung regelt. Die kann dann vom Nutzer über eine Plus- und eine Minustaste passend zum Coil und dem eigenen Geschmack gewählt werden.
Zudem haben viele aktuellen Geräte eine Temperaturkontrolle (TC).
Ein geregelter Akkuträger besitzt immer eine Schutzelektronik, die vor Kurzschluss, Überlast und Tiefentladung des Akkus schützt.

Bei einem halbgeregelten Akkuträger gibt es zwar auch eine Schutzelektronik, die in der Regel vor Kurzschluss, Überlast und Tiefentladung schützt, allerdings lässt sich die Leistung, die auf den Coil gegeben wird nicht einstellen.
Zumeist wird bei diesen Akkuträgern die jeweilige Spannung des Akkus einfach direkt an den Coil weitergegeben.

Ein ungeregelter Akkuträger besitzt weder eine Regel- noch eine Schutzelektronik.
Der Pluspol des Akkuträgers sitzt dabei direkt auf dem Pluspol des Akkus. Der Stromkreis wird bei ungeregelten Akkuträgern mechanisch über einen Taster geschlossen, weswegen diese auch „mechanische Akkuträger“ oder „Mechmods“ genannt werden.
In einem ungeregelten Akkuträger sollten nur Akkus mit einer eingebauten Schutzelektronik verwendet werden.

 

Boxmod
Tubemod

Größere Akkuträger gibt es in zwei Hauptbauformen. Zum einen ist da der sog. „Tubemod“, welcher, wie der Name schon andeutet, eine Röhrenform aufweist. Der sog. „Boxmod“ hingegen ist meistens quaderförmig, es gibt ihn aber auch in anderen, teilweise sehr ausgefallenen Formen.
Eine spezielle Variante ist dabei die sog. E-Pfeife, die aber im Grunde nur eine normale Dampfe ist, welche in Form und Handhabung einer Pfeife nachempfunden ist.

Wie bereits erwähnt, gibt es Akkuträger sowohl mit wechselbarem als auch mit fest verbautem Akku.
Kleinere Akkuträger haben zumeist fest verbaute Akkus oder, wie bei kleinen, zigarettenähnlichen Einwegdampfen, Batterien, die nicht wieder aufgeladen werden können.

Bei den kleineren Dampfen gibt es eine weite Bandbreite an Formen und Designs, die hier unmöglich alle aufgeführt werden können.

Das geht von einer sog. Cigalike, einer Dampfe, die in Größe und Design einer Zigarette nachempfunden ist, bis hin zu futuristisch gestalteten, handlichen „All-in-one-Dampfen“.
Mehr über Komplettsysteme ist unter dem Punkt „Kombinationen“ zu finden.

In Akkuträgern mit wechselbarem Akku kommen fast ausschließlich Industrieakkus zum Einsatz. Die gängigste Größe ist dabei der sog. 18650er Akku.

Die Zahl bei einem Akkutyp gibt Informationen über seinen Durchmesser (18mm), seine Länge (65mm) und darüber, dass es sich um einen zylindrischen Akku (0) handelt.
Die Länge des Akkus beträgt jedoch nicht immer genau 65mm, da diese durch vorhandene Schutzelektronik oder einem flachen bzw. hervorstehenden Pluspol leicht variieren kann.

 

Akkutypen, die auch noch oft Verwendung finden, sind z.B. der 26650er oder die kleine Version des 18650er, der 18350er.
Neu auf dem Markt und sehr vielversprechend sind die 20700er und 21700er, für die es aber noch kaum Akkuträger gibt.

18650er Akku

Fast alle Akkus für das Dampfen sind, unabhängig von der Bauform, Litium-Ionen-Akkus. Diese Technologie hat den Vorteil einer hohen spezifischen Energie, sie reagiert jedoch auf Tiefentladung, Überladung und Überlast (z.B. Kurzschlüsse) recht empfindlich.
Genau vor diesen Gefahren schützt die Elektronik in einem geregelten oder halbgeregelten Akkuträger. Benutzt man hingegen einen ungeregelten (mechanischen) Akkuträger, dann sollte man eine spezielle Art Akkus mit eingebauter Schutzelektronik benutzen.

Zu beachten ist auch, unabhängig vom Akkuträger, dass der Akku eine ausreichend hohe Energiemenge liefern kann.
Vereinfacht ausgedrückt: Wenn mit sehr hohen Leistungen bei recht kleinen Widerständen gedampft wird, dann wird dem Akku in recht kurzer Zeit viel Energie entnommen, was als Dauerlast oder Pulslast bei Akkus in Ampere (A) angegeben wird.
Hier ist es wichtig, dass der Akku eine ausreichend hohe Dauerlast verträgt.

Akkusichergeit
18650er Akku ohne isolierende Hülle
Rot: Pluspol
Blau: Minuspol
Violett: Isolator

Es ist aber nicht nur wichtig, auf die Belastbarkeit des Akkus zu achten und für einen bestimmten Zweck immer den richtigen Akku zu verwenden.
Fast noch wichtiger für deren Sicherheit ist die Aufbewahrung und der Transport von Akkus, sowie darauf zu achten, dass die isolierende Hülle, der sog. Schrumpfschlauch, unbeschädigt ist.

Denn der Tod jedes Akkus ist der Kurzschluss. Und gerade ein Litium-Ionen-Akku reagiert darauf zumeist recht heftig.
Kommt es aufgrund von Beschädigungen, fehlender Isolation oder falschem Transport zu einem Kurzschluss im Akku, dann ist es zwar recht selten, dass er gleich, wie oft dargestellt wird, explodiert. Aber es kommt fast immer zu einer starken Hitzeentwicklung und sehr häufig zu einem sog. Ausgasen. Beides kann Brände auslösen und bereits zu schweren Verbrennungen führen.

Bei einer Überlast, und nichts anderes ist ein Kurzschluss, entwickeln sich im inneren des Litium-Ionen-Akkus heiße Gase, die sehr plötzlich entweichen können.
Befindet sich der Akku in diesem Moment in einem festen, luftdicht abschließenden Behältnis, so dass das Gas nicht einfach entweichen kann, entsteht durch den sich aufbauenden Druck eine enorme Explosionsgefahr. Daher sollten Akkuträger auch immer Entgasungslöcher oder für diesen Zweck gedachte Öffnungen besitzen.

Wichtige Regeln für einen sicheren Akkubetrieb:

  • immer darauf achten, dass der Akku auch die geforderte Leistung (Dauerlast) abgeben kann
  • immer Qualitätsakkus aus vertrauenswürdigen Quellen benutzen (bei Akkus sollte nicht gespart werden)
  • immer eine Transportbox oder Transporthülle benutzen
  • niemals einen Akku lose und ungeschützt in der Hosentasche, einem Rucksack, einer Handtasche oder ähnlichem aufbewahren
  • keine metallischen, leitfähigen Gegenstände (z.B. Schlüsselbund) zusammen mit einem Akku transportieren
  • den Akku unbedingt vor Beschädigungen schützen
  • Akkus vor tiefen Stürzen und starken Schlägen schützen
  • Akkus, die Beulen oder starke Kratzer aufweisen, sollten nicht mehr verwendet werden
  • beschädigte Schrumpfschläuche sofort ersetzen, dabei das Isolatorplättchen am Pluspol wieder richtig platzieren (dabei niemals metallische Werkzeuge wie Scheren oder Messer benutzen)
  • den Akku nie zu niedrigen oder zu hohen Temperaturen aussetzen, so dass das Elektrolyt gefriert oder austrocknet
  • sollte sich der Akku im Betrieb stark erhitzen, ist das ein klares Warnsignal und das Gerät oder der Akku sollten an einen feuerfesten Ort (z.B. trockenes Waschbecken, trockene Badewanne oder ein sicherer Ort außerhalb des Hauses) abgelegt werden; den Akku danach nicht mehr benutzen und ihn ordnungsgemäß entsorgen
  • immer ein für diesen Akkutyp geeignetes, hochwertiges Ladegerät verwenden
  • Akkus sollten ersetzt werden, wenn sie deutlich länger zum Laden brauchen, merkbar kürzer halten oder bei Benutzung bzw. während des Ladevorgangs ungewöhnlich warm werden

Wichtig: Alte Akkus immer ordnungsgemäß entsorgen! Akkus und Batterien gehören nicht in den Hausmüll. Vor der Entsorgung sollte bei Litium-Ionen-Akkus sicherheitshalber immer der Pluspol abgeklebt werden.